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Frühjahr 2018

Ihr da oben, wir da unten

Der Armuts - und Recihtumsbericht der Bundesregierung und die Enzyklika Laudato Si waren die inhaltlichen Schwerpunkte des Seniorentages am 6. März auf dem Rosenberg.
Diözesanpräses Peter Niermeier eröffnete den Tag mit einem Gottesdienst. In seiner Predigt wies er auf die verschiedensten Formen von Armut hin.
Nach dem Gottesdienst begrüßte Hugo Diehl, der auch den Tag moderierte,
44 Teilnehmer/Innen. Sein besonderer Gruß galt dem Referenten Dr. Siegfried Ecker, dem Diözesanpräses Peter Niermeier und dem Leiter des AK - Senioren, Pfarrer Willi Haus.
Dr. Ecker stellte sich zu Beginn kurz vor und gab uns einen Einblick in seine Biografie.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Referates von Dr. Ecker. Er stellte fest, dass die Zahlen im Armutsbericht der Bundesregierung für Laien sehr schwer durchschaubar und an manchen Stellen manipulativ seien. Die Diskussionen die schon während des Vortrages geführt wurden zeugten von einer großen Betroffenheit der Teilnehmer/Innen.
Die Teilnehmer/Innen stellten einr Liste auf, in der aufgezeigt wurde, was alles unter Armut zu verstehen ist.
Arm ist:
Das Notwendigste nicht zu haben, den Lebensunterhalt zu bestreiten
Kann mir keine Hilfe leisten
Keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Körperlich und geistig in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt
Keinen Arbeitsplatz
Medizinische Versorgung?
Alleinerziehend mit mehreren Kindern
Keine Möglichkeit zur Weiterbildung
Obdachlos
Kein Mittagessen in der KITA
Schlechter Lohn
Die Bundesregierung definiert Armut und Reichtum so:
Keine Mittel zu haben um an der Lebenssituation die in dem Mitgliedsland in dem sie leben üblich sind!
Armutsrisiko: Bei weniger als 16% des Medians (19697€) Einkommensreichtum: 200% des Medians. Median meint den Durchschnitt aller Erwerbseinkommen.
Seit 2005 gibt es ein stabiles Verhältnis von Arm und Reich von 70:30. Skandalös ist die Einkommenssteigerung der Obersten 10% seit 1995 bis 2015 um 51%, das der untersten Gruppen ist um 1,5% gesunken.
Was können wir als KAB tun?
Bildung: Wie funktioniert Wirtschaft
Demonstrieren
Politiker kontaktieren
Den Armen Stimme geben und mit ihnen ins Gespräch kommen!

Bilder vom Seniorentag

Der Nachmittag

Am Nachmittag stand die Enzyklika Laudato Si im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Ecker. Besonders der Satz von Papst Franziskus: "Diese Wirtschaft tötet!" wurde auf Grund der Sprengkraft dieser Aussage intensiv beleuchtet. Eine besondere Rolle spiele bei der Beurteilung der gegenwärtigen Wirtschaftssituation die Presse. Die Darstellungen in verschiedenen Publikationen waren kontrovers und spiegelten durchaus ein Meinungsbild wieder, das auch in der Politik vorherrscht: Der Markt regelt alles, auf der einen Seite und die Auffassung, dass der Markt durch die Politik geregelt werden muss, auf der anderen Seite.
Auch die Teilnehmer/Innen waren in ihren Diskussionsbeiträgen durchaus unterschiedlicher Meinung.
Eine sehr anschauliche Aufstellung die die gegenwärtige Lage als: Neoliberalismus ist Götzendienst! Oder: Ideologie, also interssengeleitete Theorie darstellt, wurde von den Anwesenden mit Beifall aufgenommen.
Über Schlüssigkeit dieser Darstellung herrschte unter den Teilnehmer/innen weitgehend Konsens.
Der Nachmittag klang dann bei guten Gesprächen mit Kaffee und Kuchen noch harmonisch aus.

Heinrich Guhmann

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