06.10.2019

Ostergruß verfasst von KAB-Präses Pfr. Peter Nirmaier

Liebe Freunde und Mitglieder der KAB,

wir stehen vor bzw. in den Kar- und Ostertagen. Wir kennen sie von Kindes Beinen an, und dennoch werden wir sie in diesem Jahr anders erleben:
  Wir werden nicht als Gemeinde die Kartage erleben und uns das Leiden und Sterben Jesu in Gemeinschaft vergegenwärtigen.
  Wir werden nicht gemeinsam das LUMEN CHRISTI singen und in unseren Kirchen die befreiende Botschaft von der Leben rettenden Liebe Gottes hören.
  Wir werden nicht den bekannten und lieb gewordenen Menschen in unseren Ortsgemeinden und im Familien- , im Verwandten- und Bekanntenkreis das „Frohe Ostern“ zurufen, verbunden mit einer Umarmung oder einem Händedruck, sondern uns vielleicht per Telefon, Handy, Mail miteinander in Verbindung setzen müssen.

Vieles wird in diesem Jahr anders sein als in all den Jahren, an die wir uns zurück erinnern können. Ich kann mir auch denken, dass sich bei dem einen oder der anderen die Gewichte verschieben. Ich habe erlebt, dass Gründonnerstag und Karfreitag eine immer geringere Bedeutung annahmen. Diese Tage, an denen Jesus so viel Bitteres erfahren musste: Unverstandensein, Einsamkeit, Angst (er schwitzt Blut und Wasser), Verrat, Verleugnung usw. Da sind Erfahrungen dabei, die Menschen derzeit auch mehr machen als in den Jahren zuvor. Ich wünschte mir, sie würden Jesus als einen erfahren, der auch in diesen bitteren Erfahrungen bei ihnen ist und mit ihnen geht. Fairerweise müssen wir als Christen sagen: Ostern hat es nicht ohne diese beiden Tage gegeben. Überspielen wir sie nicht, gerade im Interesse der Menschen, die derzeit so viel Bitteres durch machen, nicht nur durch Corona, sondern auch in anderen Bereichen: in der Arbeitswelt, die Flüchtlinge…
Es ist für mich freilich so tröstlich, dass dann Ostern kommt. Gott zeigt klar, auf welcher Seite er steht. Und was im Letzten den Sieg davontragen wird: Leben, das diesen Namen wirklich verdient. Das zu glauben, ist in diesem Jahr vielleicht sogar schwerer. Eine echte Herausforderung. Wie damals. Die Anhänger Jesu haben damals auch eine ganze Zeitlang gebraucht, bis die Botschaft in ihren Herzen saß. Gute Freunde haben wir da…
Umso mehr wünsche ich uns allen, dass die Botschaft von Ostern bei uns sitzt, sich immer mehr setzen darf, damit sie über Ostern hinaus wirkt, gerade im Einsatz für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Arbeitswelt.
Im diesem Sinne wünscht euch der gesamte Vorstand unserer Diözesan- KAB gesegnete Kar- und Ostertage, verbunden mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen und nicht nur –hören ….
Kurt Freudenreich, Pfr. Peter Nirmaier, Peter Wendling, Ulla Dörr, Norbert Jäger, Heiner Guhmann, Hedwig Kempf, Markus Diehl
auch im Namen des KAB-Diözesanbüros: Jutta Schulmerich & Thomas Eschbach

 

 

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