Hildegard Müller-Senk 60 Jahre Mitglied
Hildegard Müller-Senk 60 Jahre Mitglied
Hildegard Müller-Senk wurde für ihr Engagement ausgezeichnet
Eine besondere Ehrung stand auf dem Programm der Zusammenkunft der KAB St. Hedwig-St. Otto. Hildegard Müller-Senk wurde für ihre 60-jährige KAB-Zugehörigkeit ausgezeichnet. Diözesanvorsitzende Bärbel Glas kam eigens aus Enkenbach-Alsenborn nach Speyer, um der Jubilarin im Namen des Bundesverbandes zu gratulieren. „60 Jahre Mitgliedschaft hat man nicht alle Tage“, so Glas. Viel hat sich getan in den vergangenen Jahrzehnten, der Kampf um den arbeitsfreien Sonntag und den Mindestlohn sind, da nach wie vor aktuell, an vorderster Stelle zu nennen.
Auch die Speyerer Vorsitzende Helma Rieser dankte Hildegard Müller-Senk für ihr langjähriges Engagement. In der Quartiersmensa St. Hedwig hatten sich zwölf Mitglieder eingefunden − angesichts des hohen Alters der meisten eine stolze Zahl − um bei Kaffee und Kuchen gemeinsam mit der Jubilarin zu feiern. Zuvor hatte Heiner Guhmann, Mitglied im Diözesanvorstand, das Zusammensein mit einer kleinen Andacht eröffnet.
Kleines Kuriosum am Rande: Weil dies so selten ist, hat der KAB-Bundesverband keine Anstecknadeln für 60-jährige Zugehörigkeit. Die Nadel muss erst noch gefertigt werden und wird dann, wohl im nächsten Jahr, nachgereicht.
Hildegard Müller-Senk stammt aus Bexbach im Saarland. Im Oktober 1957 war dort die Aussendung der CAJF-Gruppe durch Kaplan Boo. In Bexbach war sie ehrenamtlich in ihrer Heimatpfarrei tätig. 1962 wurde sie durch Bischof Isidor Markus Emanuel nach Speyer berufen. Domvikar Ernst Gutting, der spätere Weihbischof, wollte sie in der Domstadt für den Aufbau der CAJF und die Weiterbildung für die Mädchen haben. 1966 verließ sie aus Alters- und Berufsgründen die CAJF und trat, wie so viele aus ihrer CAJ-Generation, in das Werkvolk ein.
Die Versammlungen fanden damals noch im Albertusheim am Speyerer Königsplatz statt. 1975 wurde die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung St. Hedwig-St. Otto in Speyer gegründet. Seit dieser Zeit ist Hildegard Müller-Senk dabei. Einige Jahre war sie Schriftführerin und Kassenprüferin und hat während der ganzen Zeit stets die Entwicklungen der KAB mitgetragen. „Du bist uns treu geblieben“, sagte Rieser zum Abschluss. „Die KAB ist ein Ort der Gemeinschaft und der Heimat“, so Müller-Senk.
Müller-Senks Großvater stammte aus Bingen in der Diözese Mainz. So nahm er sie schon als kleines Mädchen mit in den Mainzer Dom zum Grabmal des Arbeiterbischofs Wilhelm Emanuel von Ketteler, des Gründers der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, von 1850 bis zu seinem Tod 1877 Bischof von Mainz und Mitbegründer der Katholischen Soziallehre. So wurde der Grundstein gelegt für Müller-Senks Engagement.
Text: Dr. Alexander Amberg, KAB St.Hedwig
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